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Das Altersvorsorge­depot 2027

Die neue staatlich geförderte Altersvorsorge — Nachfolger der Riester-Rente.

  • Mehr Renditechancen
  • Einfachere Förderung
  • Flexible Auszahlung
  • Mehr Menschen förderberechtigt

Stand: Juli 2026 — wird laufend an den Gesetzgebungsprozess angepasst.

Sofortantwort

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot ist die geplante neue staatlich geförderte Altersvorsorge in Deutschland. Es soll ab 2027 die bisherige Riester-Rente ablösen bzw. ergänzen und ermöglicht erstmals eine chancenorientierte Anlage in ETFs, Fonds oder anderen Kapitalanlagen mit staatlicher Förderung. Anders als bei der klassischen Riester-Rente entfällt die verpflichtende 100-%-Beitragsgarantie, wodurch höhere Renditechancen möglich werden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist das Altersvorsorgedepot?
  2. Warum wird die Riester-Rente ersetzt?
  3. Wann kommt das Altersvorsorgedepot?
  4. Welche Förderung gibt es?
  5. Wer kann es nutzen?
  6. Welche Anlageformen sind möglich?
  7. Vorteile
  8. Nachteile
  9. AVD oder Riester?
  10. AVD oder ETF?
  11. AVD oder private Rentenversicherung?
  12. AVD oder Basisrente?
  13. AVD oder betriebliche Altersvorsorge?
  14. Beispielrechnungen
  15. Förderrechner
  16. Glossar
  17. Häufige Fragen
  18. Unsere Einschätzung

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot ist die geplante neue Form der staatlich geförderten Altersvorsorge in Deutschland. Es soll die bisherige Riester-Rente modernisieren und den langfristigen Vermögensaufbau einfacher, flexibler und renditeorientierter gestalten.

Anders als bei klassischen Riester-Verträgen besteht künftig keine verpflichtende 100-prozentige Beitragsgarantie mehr. Dadurch können größere Teile des Vermögens in ETFs, Investmentfonds oder andere Kapitalanlagen investiert werden. Gleichzeitig bleiben die staatliche Förderung und die steuerlichen Vorteile erhalten.

Das Altersvorsorgedepot richtet sich an Arbeitnehmer, Beamte, Selbstständige, Freiberufler und weitere förderberechtigte Personengruppen und soll langfristig zu einem zentralen Baustein der privaten Altersvorsorge werden.

Warum wird die Riester-Rente ersetzt?

Seit ihrer Einführung 2002 stand die Riester-Rente immer wieder in der Kritik. Vier zentrale Probleme führten dazu, dass die Bundesregierung eine grundlegende Reform beschlossen hat:

Verpflichtende Beitragsgarantie

Anbieter mussten zum Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge garantieren. Das zwang sie zu sicherheitsorientierten, renditearmen Anlagen.

Geringe Renditen

Durch die Garantien blieb kaum Spielraum für Aktieninvestments. Nach Kosten und Inflation entstand für viele Sparer real kaum ein Wertzuwachs.

Hohe Komplexität

Mindesteigenbeitrag, Zulagenantrag, Wohn-Riester, Zertifizierung — die Regeln waren für Verbraucher schwer zu durchschauen.

Geringe Verbreitung

Nur rund 16 Mio. Verträge — Selbstständige, Freiberufler und viele Nichtpflichtversicherte waren bislang ausgeschlossen.

Warum das Altersvorsorgedepot entwickelt wurde

Das Altersvorsorgedepot beseitigt diese Schwachstellen: Die Beitragsgarantie entfällt (optional bleibt sie möglich), die Förderung wird radikal vereinfacht und beitragsproportional gestaltet, und der Kreis der Förderberechtigten wird deutlich erweitert. Ziel ist eine zeitgemäße, chancenorientierte Vorsorge, die auch Menschen ohne gesetzliche Rentenversicherung erreicht.

Wann kommt das Altersvorsorgedepot?

Nach aktuellem Stand ist der Start zum 1. Januar 2027 vorgesehen. Der Zeitplan bis dahin:

  1. 27.03.2026Bundestag beschließt das Altersvorsorgereformgesetz (AVRG)
  2. Q2–Q4 2026Anbieter (Banken, Versicherer, Fondsgesellschaften) entwickeln Produkte
  3. Q4 2026Erste konkrete Produktangebote werden erwartet
  4. 01.01.2027Geplanter Start des Altersvorsorgedepots
  5. Ab 2027Übertragung bestehender Riester-Verträge voraussichtlich möglich
  6. Ab 2027Riester-Neuabschlüsse laufen aus — Bestandsschutz für Alt-Verträge

Welche Förderung gibt es?

Die staatliche Förderung wird beitragsproportional gestaltet — keine komplizierten Formeln, keine einkommensabhängigen Mindestbeiträge:

FörderungHöheBedingung
Sockelbeitrag120 € p. a.Voraussetzung für jede Förderung (10 €/Monat)
Grundzulage Stufe 1180 € p. a.50 % auf die ersten 360 € Eigenbeitrag
Grundzulage Stufe 2360 € p. a.25 % auf 361–1.800 € Eigenbeitrag
Kinderzulage300 € pro Kind & JahrFür jedes kindergeldberechtigte Kind
Berufseinsteigerbonus200 € einmaligVertragsabschluss vor 25. Lebensjahr
Sonderausgabenabzugbis 1.800 € + ZulagenAutomatische Günstigerprüfung

Wer den maximalen Eigenbeitrag von 1.800 € pro Jahr einzahlt, erhält 540 € Grundzulage — eine Förderquote von 30 %. Aus 1.800 € eigener Sparleistung werden so 2.340 €, die für die Altersvorsorge investiert werden.

Wer kann das Altersvorsorgedepot nutzen?

PersonengruppeFörderberechtigtHinweis
ArbeitnehmerKlassischer Kernkreis der Förderung
BeamteWie bisher unmittelbar förderberechtigt
AuszubildendeIdeal in Kombination mit Berufseinsteigerbonus
Selbstständige✓ NEUAlle Selbstständigen — nicht mehr auf Pflichtversicherte beschränkt
Freiberufler (Ärzte, Anwälte, …)✓ NEUMitglieder berufsständischer Versorgungswerke jetzt förderfähig
Eltern in ElternzeitKinderzulage 300 € pro Kind
Bezieher ALG I / KrankengeldWeiterhin förderfähig
Studentenje nach StatusAls Pflichtversicherte / bei Werkstudententätigkeit
Minijobberbei Einzahlung in gRVBei Nichtbefreiung von der Rentenversicherungspflicht
RentnerNach Rentenbeginn nicht mehr förderberechtigt

Welche Anlageformen sind möglich?

Das Altersvorsorgedepot ist bewusst offen ausgestaltet. Sie können zwischen sieben Grundformen wählen — je nach Sicherheitsbedürfnis, Anlagehorizont und Renditewunsch.

ETF (Exchange Traded Fund)

Börsengehandelte Indexfonds. Sehr niedrige Kosten (typ. 0,05 %–0,3 % p. a.), breite Streuung, hohe Transparenz. Ideal für langfristigen Vermögensaufbau.

MSCI World / FTSE All-World

Klassiker im Welt-ETF-Segment. Rund 1.400 bis 4.000 Unternehmen weltweit — in einem einzigen Produkt investierbar.

Aktive Investmentfonds

Fondsmanager wählen Titel aktiv aus. Höhere Kosten (typ. 1,2 %–2 % p. a.), Chance auf Überrendite — aber auch das Risiko, den Markt zu unterschreiten.

ELTIF (European Long-Term Investment Fund)

Langfristige Sachwertanlagen wie Infrastruktur, Private Equity oder Immobilien. Erst mit dem Altersvorsorgedepot systematisch für Privatanleger zugänglich.

Versicherungsvertrag

Klassische Rentenversicherung mit garantierter oder fondsgebundener Verzinsung. Höhere Sicherheit, dafür in der Regel geringere Renditechancen.

Bausparvertrag

Kombinierte Anspar- und Darlehensform. Für Sparer mit späterem Immobilienbezug interessant, aber renditearm.

Öffentlicher Anbieter / Standarddepot

Vom Staat organisiertes Standardprodukt mit Kostendeckel von 1 % RIY. Dient als Preisanker für den Markt.

Welche Vorteile bietet das Altersvorsorgedepot?

Staatliche Förderung

Bis zu 540 € Grundzulage plus 300 € Kinderzulage pro Kind — jährlich, direkt auf Ihr Depot. Familien mit zwei Kindern erhalten 1.140 € pro Jahr, ohne dass sich der Mindesteigenbeitrag erhöht.

Höhere Renditechancen

Der Wegfall der 100-%-Beitragsgarantie erlaubt die vollständige Anlage in Aktien-ETFs. Historisch erwirtschafteten Aktienmärkte langfristig rund 6–7 % p. a. — deutlich mehr als klassische Garantieprodukte.

Steuerfreie Ansparphase

Während der gesamten Ansparzeit fallen keine Steuern auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinne an. Das gesamte Kapital arbeitet ohne Steuerabzug für Sie — der Zinseszinseffekt wird maximal genutzt.

Flexible Auszahlung

Wählen Sie zwischen Auszahlplan (bis mind. 85. Lebensjahr), lebenslanger Rente oder Kombination. Bis zu 30 % können als Einmalbetrag entnommen werden — z. B. für den Traum vom eigenen Garten oder eine größere Anschaffung.

Vererbbar

Vor Rentenbeginn kann das Guthaben inklusive Zulagen auf den Ehe- oder Lebenspartner übertragen werden. Im Bezug läuft die Rente innerhalb der Rentengarantiezeit weiter an die Hinterbliebenen.

Breite Produktauswahl

Investmentdepot, Versicherung, Bausparvertrag, öffentlicher Träger — plus die freie Wahl zwischen ETFs, aktiven Fonds, ELTIFs oder klassischen Garantieprodukten.

Welche Nachteile gibt es?

Ehrlich benannt — denn zu einer guten Entscheidung gehören beide Seiten:

Kapitalmarktrisiko

Ohne verpflichtende Beitragsgarantie sind Verluste möglich. Wer 5 Jahre vor Rentenbeginn 100 % in Aktien anlegt, riskiert einen Kursrückgang zum ungünstigsten Zeitpunkt. Die Anlagestrategie sollte deshalb dem Anlagehorizont angepasst werden.

Zwischenzeitliche Wertschwankungen

Aktien-ETFs können 30–50 % Buchwertverlust in Crash-Phasen aufweisen. Diese Schwankungen halten Sie nur mit langem Atem und disziplinierter Sparroutine aus.

Bindung bis Rentenbeginn

Das Kapital ist bis zum 65. Lebensjahr grundsätzlich gebunden. Vorzeitige Entnahmen führen zum Verlust der Förderung — Zulagen und Steuervorteile müssen zurückgezahlt werden.

Förderung nur unter Bedingungen

Ohne Sockelbeitrag von 120 € p. a. keine Zulagen. Wer die Beitragszahlung dauerhaft einstellt, verliert die volle Förderwirkung.

Produktqualität variiert stark

Kosten, Fondsauswahl und Auszahlungsoptionen unterscheiden sich erheblich zwischen den Anbietern. Ohne Vergleich riskieren Sie, deutlich Rendite zu verschenken.

Altersvorsorgedepot oder Riester?

KriteriumRiester (klassisch)Altersvorsorgedepot
Beitragsgarantie100 % PflichtOptional (auch 0 % möglich)
Förderungkomplex, mit Mindesteigenbeitrageinfach, beitragsproportional
Rendite (langfristig)1–3 % p. a. typ.bis ~7 % p. a. bei Aktienanlage
ETF-Anlagekaum möglichvollumfänglich möglich
Kostenhäufig 2 %+ Effektivkosten0,3 %–1,85 % typ.; STD ≤ 1 %
Flexibilitätgering (Zertifizierung)hoch (mehrere Anlageformen)
Vererbungeingeschränktflexibel, mit/ohne Zulagenabzug
Auszahlungmeist lebenslange RenteAuszahlplan, Rente oder Kombination + 30 % Einmalbetrag
Steuernnachgelagertnachgelagert
FörderberechtigtePflichtversicherte, Beamte+ alle Selbstständigen, Freiberufler

Altersvorsorgedepot oder ETF-Sparplan?

KriteriumFreier ETF-SparplanAltersvorsorgedepot
Staatliche Förderungkeinebis 540 € + 300 € pro Kind + 200 € Bonus
SteuervorteilSparerpauschbetrag 1.000 €Sonderausgabenabzug bis 1.800 €+Zulagen
Steuern in der AnsparphaseVorabpauschale ab 2018keine — vollständig steuerfrei
Verfügbarkeitjederzeiterst ab 65. Lebensjahr
Kapitalbindungkeinebis Rentenbeginn
Anlageuniversumunbegrenztvom Anbieter definiert (i. d. R. breit)
AuszahlungsformenfreiAuszahlplan, Rente, 30 % Einmalbetrag
Ideal fürFlexibilität, Zwischenzielegeförderten Vermögensaufbau

Altersvorsorgedepot oder private Rentenversicherung?

KriteriumPrivate RentenversicherungAltersvorsorgedepot
FörderungkeineZulagen + Steuervorteil
Renditepotenzialmoderathoch (ETF-Anlage)
Kostenhäufig hoch (Abschluss + Verwaltung)sehr variabel — ETF-Depots günstig
Auszahlunglebenslange Renteflexibel
Steuer im BezugErtragsanteilvoll nachgelagert

Altersvorsorgedepot oder Basisrente (Rürup)?

KriteriumBasisrente / RürupAltersvorsorgedepot
Zielgruppevor allem Selbstständige, Gutverdieneralle förderberechtigten Sparer
FörderungSteuervorteil in Ansparphase (bis ~28.000 € Beitrag)Zulagen + Sonderausgabenabzug
Auszahlungnur lebenslange RenteAuszahlplan, Rente, 30 % Einmalbetrag
Kapitalabrufnicht möglichbis 30 % möglich
Vererbungstark eingeschränktflexibel

Altersvorsorgedepot oder betriebliche Altersvorsorge?

KriteriumbAV (z. B. Direktversicherung)Altersvorsorgedepot
TrägerArbeitgeberSie selbst
FörderungSteuer- & SV-Ersparnis, ggf. AG-ZuschussZulagen + Steuervorteil
Portabilitäteingeschränkt bei AG-Wechselvollständig portabel
AuszahlungRente oder Einmalzahlung, dann voll steuerpflichtigflexibel, nachgelagert
Ideal wennAG bezuschusst großzügigkeine bAV verfügbar / zusätzlich

Beispielrechnungen

Fünf typische Situationen — so wirkt die Förderung konkret:

Single, 30 Jahre

Angestellter, 45.000 € Brutto, keine Kinder, spart 100 € monatlich.

Eigenbeitrag / Jahr
1.200 €
Staatliche Förderung
390 €
Steuerersparnis (typ.)
~ 120 €
→ Insgesamt investiert
~ 1.710 €

Familie mit 2 Kindern

Elternteil, 38 Jahre, spart 150 € monatlich, beide Kinder kindergeldberechtigt.

Eigenbeitrag / Jahr
1.800 €
Staatliche Förderung
1.140 €
Steuerersparnis (typ.)
~ 240 €
→ Insgesamt investiert
~ 3.180 €

Berufseinsteigerin, 23 Jahre

Amelie, junge Mutter eines Kindes, spart 30 € monatlich (Beispiel aus dem Guide).

Eigenbeitrag / Jahr
360 €
Staatliche Förderung
680 €
→ Insgesamt investiert
1.040 € (davon 200 € Einmalbonus)

Gutverdiener, 45 Jahre

55.000 € Brutto, keine Kinder, spart maximalen Eigenbeitrag von 150 € monatlich.

Eigenbeitrag / Jahr
1.800 €
Staatliche Förderung
540 €
Steuerersparnis (typ.)
~ 380 €
→ Insgesamt investiert
~ 2.720 €

Selbstständige, 40 Jahre

Freiberuflerin, erstmals förderberechtigt, spart 150 € monatlich, ein Kind.

Eigenbeitrag / Jahr
1.800 €
Staatliche Förderung
840 €
Steuerersparnis (typ.)
~ 450 €
→ Insgesamt investiert
~ 3.090 €

Modell: 40 Jahre Depot

Eigenbeitrag 150 € monatlich über 40 Jahre bei 6 % Ø-Wertentwicklung.

Eigenbeitrag / Jahr
72.000 € gesamt
Staatliche Förderung
21.600 € gesamt
→ Insgesamt investiert
~ 371.997 € Depotwert

Modellrechnungen ohne Berücksichtigung von Kosten, Steuern in der Auszahlungsphase oder tatsächlichen Marktschwankungen. Keine Prognose oder Garantie.

Förderrechner — Ihre individuelle Situation

Berechnen Sie in wenigen Sekunden, welche Zulagen, Boni und Steuervorteile Ihnen konkret zustehen — und wie viel jährlich tatsächlich in Ihr Depot fließt.

Schritt 1

Ihre Eingaben

1.800

Förderfähig bis 1.800 €. Maximal zulässig 6.840 €.

1
30%

Für die Günstigerprüfung.

45.000

Geringverdienerbonus unter 26.250 €.

Schritt 2

Ihre Förderung

Grundzulage

bis 540 € · beitragsproportional

540 €
Kinderzulage

300 € je Kind

300 €
Berufseinsteigerbonus

200 € einmalig

0 €
Geringverdienerbonus

175 € bei Brutto < 26.250 €

0 €
Summe Zulagen
840 €
Steuerersparnis (Sonderausgabe)

bis 1.800 € absetzbar

540 €
Günstigerprüfung – zusätzlicher Steuervorteil

nur falls Steuer > Zulagen

0 €

Gesamtvorteil pro Jahr

840 €

Förderquote auf Eigenbeitrag: 47 %

Hinweis: Beispielrechnung nach AVRG-Gesetzesstand. Keine Steuer- oder Anlageberatung. Exakte Förderung abhängig von individueller Situation, Anbieter und Zertifizierung.

Für eine ausführliche Auswertung inkl. Anbietervergleich → zum vollständigen Rechner mit Ergebnisreport.

Glossar wichtiger Begriffe

ETF
Exchange Traded Fund — börsengehandelter Indexfonds, der einen Marktindex kostengünstig nachbildet.
ELTIF
European Long-Term Investment Fund — regulierter Sachwertfonds für Infrastruktur, Private Equity oder Immobilien.
Beitragsgarantie
Zusage, zum Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge zurückzuzahlen. Beim Altersvorsorgedepot nicht mehr Pflicht.
Nachgelagerte Besteuerung
Steuern fallen erst in der Auszahlungsphase an — der Sparanteil bleibt in der Ansparphase steuerfrei.
Sonderausgabenabzug
Beitrag kann in der Steuererklärung als Sonderausgabe geltend gemacht werden (bis 1.800 € + Zulagen).
Günstigerprüfung
Automatischer Vergleich, ob Zulagen oder Steuervorteil höher sind — Sie erhalten immer das Beste.
Verrentung
Umwandlung des angesparten Kapitals in eine lebenslange monatliche Rente.
RIY
Reduction in Yield — Renditeminderung durch Kosten, ausgedrückt in Prozent pro Jahr.
Rentengarantiezeit
Zeitraum, in dem die Rente auch bei Tod des Versicherten an Hinterbliebene weitergezahlt wird.
Rentenlücke
Differenz zwischen letztem Nettoeinkommen und späterer gesetzlicher Rente.

Häufige Fragen (FAQ)

50 kompakt beantwortete Fragen zum Altersvorsorgedepot — strukturiert für Menschen und Suchmaschinen.

Was ist das Altersvorsorgedepot?

+

Das Altersvorsorgedepot ist die geplante neue staatlich geförderte Altersvorsorge in Deutschland. Es soll ab 2027 die bisherige Riester-Rente ablösen bzw. ergänzen und ermöglicht erstmals eine chancenorientierte Anlage in ETFs, Fonds oder anderen Kapitalanlagen mit staatlicher Förderung. Anders als bei der klassischen Riester-Rente entfällt die verpflichtende 100-%-Beitragsgarantie, wodurch höhere Renditechancen möglich werden.

Wann startet das Altersvorsorgedepot?

+

Nach aktuellem Stand ist der Start zum 1. Januar 2027 vorgesehen. Der Bundestag hat die Reform am 27. März 2026 beschlossen. Bis zum Start entwickeln Versicherungen, Banken und Fondsgesellschaften konkrete Produkte.

Wer wird gefördert?

+

Förderberechtigt sind unter anderem Arbeitnehmer, Auszubildende, Beamte, Elternzeit- und Krankengeldbezieher. Neu: Alle Selbstständigen sowie Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke (Ärzte, Anwälte, Steuerberater, Architekten) sind erstmals unmittelbar förderfähig.

Wie hoch ist die Grundzulage?

+

Die ersten 360 Euro Eigenbeitrag pro Jahr werden mit 50 Prozent gefördert (bis 180 Euro Zulage). Weitere Einzahlungen bis zum Höchstbeitrag von 1.800 Euro werden mit 25 Prozent gefördert. Wer 1.800 Euro einzahlt, erhält 540 Euro Grundzulage — insgesamt fließen 2.340 Euro in das Depot.

Wie hoch ist die Kinderzulage?

+

Für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt es eine jährliche Kinderzulage von 300 Euro. Bereits ein Eigenbeitrag von 300 Euro pro Jahr reicht für die volle Kinderzulage — und dieser Mindesteigenbeitrag steigt nicht mit der Anzahl der Kinder.

Was ist der Berufseinsteigerbonus?

+

Wer das Altersvorsorgedepot vor Vollendung des 25. Lebensjahres eröffnet, erhält einen einmaligen Bonus von 200 Euro, der direkt dem Depot gutgeschrieben wird.

Was ist der Sockelbeitrag?

+

Um überhaupt eine Förderung zu erhalten, ist ein jährlicher Sockelbeitrag von 120 Euro (10 Euro monatlich) erforderlich. Danach greifen die prozentualen Zulagen.

Was ist die Günstigerprüfung?

+

Das Finanzamt prüft automatisch, ob die erhaltenen Zulagen oder der Sonderausgabenabzug (bis 1.800 Euro plus Zulagen) für Sie günstiger sind. Ergibt der Steuervorteil einen höheren Betrag, erhalten Sie die Differenz über den Steuerbescheid zurück.

Welche Anlageformen sind möglich?

+

Das Altersvorsorgedepot kann als Investmentdepot (ETFs, aktive Fonds, ELTIFs), als Versicherungsvertrag, als Bausparvertrag oder über einen öffentlichen Träger geführt werden. Auch Modelle mit teilweiser oder vollständiger Garantie bleiben möglich.

Kann ich einen MSCI World ETF wählen?

+

Ja. Da die verpflichtende 100-%-Beitragsgarantie entfällt, können Sie im Rahmen eines Investmentdepots künftig breit gestreute Welt-ETFs wie den MSCI World, FTSE All-World oder MSCI ACWI besparen.

Was ist ein ELTIF?

+

Ein European Long-Term Investment Fund ist ein langfristig ausgerichteter Fonds, der in illiquide Sachwerte wie Infrastruktur, Private Equity oder Immobilien investiert. Er soll im Altersvorsorgedepot als weitere Anlageform zulässig sein.

Was passiert mit meinem bestehenden Riester-Vertrag?

+

Für bestehende Riester-Verträge gilt umfassender Bestandsschutz. Sie können unverändert weitergeführt werden. Kündigen Sie nicht vorschnell — viele Verträge enthalten wertvolle Garantien und Förderansprüche.

Kann ich Riester in das Altersvorsorgedepot übertragen?

+

Voraussichtlich ja. Riester-Sparer sollen künftig wählen können, ob sie ihren Vertrag fortführen, auf die neue Förderung umstellen oder das Kapital in ein Altersvorsorgedepot übertragen. Die genauen Rahmenbedingungen stehen noch nicht endgültig fest.

Ist das Altersvorsorgedepot sicher?

+

Das Vermögen wird als Sondervermögen bzw. innerhalb regulierter Versicherungs- oder Bausparverträge geführt und ist damit im Insolvenzfall des Anbieters geschützt. Kapitalmarktrisiken (Kursschwankungen) bleiben jedoch bestehen — es gibt keine verpflichtende Beitragsgarantie mehr.

Ist das Guthaben pfändbar?

+

Wie bei Riester soll das geförderte Altersvorsorgeguthaben in der Ansparphase weitgehend pfändungsgeschützt sein, solange es zweckgebunden für die Altersvorsorge verwendet wird.

Kann ich das Altersvorsorgedepot kündigen?

+

Eine vorzeitige Kündigung ist grundsätzlich möglich, führt jedoch zum Verlust der staatlichen Förderung. Erhaltene Zulagen und Steuervorteile müssen zurückgezahlt werden. Deshalb sollte eine Auflösung nur in Ausnahmefällen erfolgen.

Kann ich mehrere Altersvorsorgedepots besitzen?

+

Ja, es sollen mehrere Depots parallel möglich sein. Die Förderhöchstgrenzen (Eigenbeitrag bis 1.800 Euro pro Jahr) gelten jedoch personenbezogen und werden zusammengerechnet.

Wie erfolgt die Auszahlung im Alter?

+

Sie können zwischen einem Auszahlplan (mindestens bis zum 85. Lebensjahr) und einer lebenslangen Rentenzahlung wählen — oder beides kombinieren. Zusätzlich können zu Beginn bis zu 30 Prozent des Kapitals als Einmalbetrag entnommen werden.

Wann beginnt die Auszahlungsphase?

+

Der Wechsel in die Auszahlphase ist grundsätzlich zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr möglich, in bestimmten Fällen auch früher.

Ist das Altersvorsorgedepot vererbbar?

+

Ja. Vor Rentenbeginn kann das Guthaben inklusive Zulagen auf den Ehe- oder Lebenspartner übertragen werden. An andere Angehörige ist eine Vererbung ebenfalls möglich — dann werden die Zulagen jedoch abgezogen. Im laufenden Bezug wird die Rente innerhalb der vereinbarten Rentengarantiezeit weiter ausgezahlt.

Welche Steuern fallen an?

+

In der Ansparphase bleiben Kapitalerträge steuerfrei und werden vollständig weiter investiert. Erst im Rentenalter werden die Auszahlungen mit dem dann geltenden persönlichen Einkommensteuersatz besteuert (nachgelagerte Besteuerung).

Was ist die nachgelagerte Besteuerung?

+

Nachgelagerte Besteuerung bedeutet: Während des Sparens fallen keine Steuern auf Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne an. Erst die Rente wird versteuert — meist zu einem niedrigeren Steuersatz als im Berufsleben.

Ist das Altersvorsorgedepot besser als Riester?

+

Für die meisten langfristig orientierten Sparer voraussichtlich ja: höhere Renditechancen, einfachere Förderung, mehr Flexibilität, größere Produktauswahl. Wer maximale Sicherheit will oder kurz vor der Rente steht, kann jedoch weiterhin Garantieprodukte wählen.

Ist das Altersvorsorgedepot besser als ein reiner ETF-Sparplan?

+

Ein reiner ETF-Sparplan bietet volle Flexibilität, aber keine staatliche Förderung. Das Altersvorsorgedepot kombiniert ETF-Anlage mit Zulagen und Steuervorteilen, bindet das Kapital aber bis zum Rentenbeginn. Bei einem Eigenbeitrag von 1.800 Euro sind das 540 Euro Grundzulage jährlich — eine Förderquote von 30 %.

Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot besonders?

+

Für langfristig orientierte Sparer mit vielen Jahren bis zur Rente, für Familien mit Kindern (hohe Kinderzulage), für Berufseinsteiger unter 25 (Einmalbonus), für Gutverdiener (Sonderausgabenabzug) sowie neuerdings für alle Selbstständigen und Freiberufler.

Kann ich Sonderzahlungen leisten?

+

Ja. Sie können regelmäßig sparen und zusätzlich Einmalzahlungen leisten, solange der geförderte Höchstbeitrag von 1.800 Euro pro Jahr eingehalten wird.

Was passiert, wenn ich mit dem Sparen pausiere?

+

Beitragspausen sind möglich. Es werden dann jedoch keine Zulagen gezahlt. Der Mindest-Sockelbeitrag von 120 Euro pro Jahr sollte für den vollen Förderanspruch beibehalten werden.

Was ist die Rentenlücke?

+

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen Ihrem letzten Nettoeinkommen und Ihrer späteren gesetzlichen Rente. Sie liegt für viele Bürger bei 30 bis 50 Prozent des vorherigen Einkommens und muss privat geschlossen werden.

Was ist der Zinseszinseffekt?

+

Der Zinseszinseffekt beschreibt, dass nicht nur die eigenen Einzahlungen Erträge erwirtschaften, sondern auch bereits erzielte Gewinne wieder investiert werden. Über 30–40 Jahre kann sich das Kapital dadurch vervielfachen.

Gibt es einen Kostendeckel?

+

Für das öffentlich getragene Standarddepot ist eine maximale Renditeminderung (RIY) von 1 % vorgesehen. Für Investmentdepots privater Anbieter dient dieser Wert als Vergleichsanker — Anbieter können günstiger oder teurer sein.

Kann ich zwischen Anbietern wechseln?

+

Ein Anbieterwechsel unter Mitnahme des Kapitals soll grundsätzlich möglich sein. Die genauen Übertragungsregeln werden im weiteren Gesetzgebungsverfahren konkretisiert.

Was ist ein Investmentdepot?

+

Ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Broker, in dem Fondsanteile und ETFs verwahrt werden. Im Rahmen des Altersvorsorgedepots werden diese Anlagen zweckgebunden für die Altersvorsorge gehalten.

Was ist eine Beitragsgarantie?

+

Die Beitragsgarantie ist die Zusage eines Anbieters, zum Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge zurückzuzahlen. Beim klassischen Riester waren 100 % Pflicht — beim Altersvorsorgedepot entfällt diese Pflicht, wodurch mehr Kapital am Aktienmarkt investiert werden kann.

Was ist ein ETF?

+

Ein Exchange Traded Fund ist ein börsengehandelter Indexfonds. Er bildet einen Markt (z. B. MSCI World) passiv ab, ist sehr kostengünstig, breit gestreut und daher für den langfristigen Vermögensaufbau besonders geeignet.

Was ist ein aktiver Fonds?

+

Ein aktiv gemanagter Investmentfonds wird von einem Fondsmanager gesteuert, der Anlageentscheidungen trifft. Kosten und Renditepotenzial sind höher als bei ETFs — die Ergebnisse schwanken jedoch stark je nach Fonds.

Kann ich das Altersvorsorgedepot auch als Selbstständiger nutzen?

+

Ja — das ist eine der wichtigsten Neuerungen. Alle Selbstständigen sowie Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke werden unmittelbar förderberechtigt, unabhängig von einer Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Wie unterscheidet sich das Altersvorsorgedepot von der Basisrente?

+

Die Basisrente (Rürup) fördert über Steuervorteile in der Ansparphase und zahlt ausschließlich als lebenslange Rente aus. Das Altersvorsorgedepot bietet Zulagen plus Steuervorteil, erlaubt Einmalauszahlungen bis 30 % und flexiblere Auszahlpläne.

Wie unterscheidet sich das Altersvorsorgedepot von der bAV?

+

Die betriebliche Altersversorgung wird über den Arbeitgeber organisiert (oft mit Zuschuss). Das Altersvorsorgedepot ist eine rein private Vorsorge — Sie entscheiden Anbieter, Anlageform und Beitragshöhe selbst und sind nicht an einen Arbeitgeber gebunden.

Wie unterscheidet sich das Altersvorsorgedepot von einer privaten Rentenversicherung?

+

Eine private Rentenversicherung ist nicht staatlich gefördert, dafür maximal flexibel. Das Altersvorsorgedepot bietet Zulagen und Steuervorteile, ist aber bis zum Rentenbeginn gebunden.

Was passiert bei Umzug ins Ausland?

+

Die genauen Regeln werden im Gesetzgebungsverfahren festgelegt. Bei Riester galt bislang: Bei Wegzug außerhalb der EU/EWR mussten Zulagen zurückgezahlt werden. Für das Altersvorsorgedepot sind Erleichterungen im Gespräch.

Kann ich das Kapital für eine Immobilie nutzen (Wohn-Riester)?

+

Nach aktuellem Stand ist eine Wohnriester-ähnliche Immobilienentnahme im Altersvorsorgedepot nicht vorgesehen. Bestehende Wohn-Riester-Verträge genießen Bestandsschutz.

Wie hoch sind die typischen Kosten?

+

Die Kosten hängen vom gewählten Produkt ab. ETF-basierte Investmentdepots liegen häufig zwischen 0,3 % und 1 % Gesamtkosten pro Jahr. Versicherungslösungen und aktive Fonds sind meist teurer. Der 1-%-Deckel gilt nur für das öffentliche Standarddepot.

Muss ich eine Steuererklärung abgeben, um die Zulagen zu erhalten?

+

Nein. Die Zulagen werden unabhängig von der Steuererklärung direkt dem Depot gutgeschrieben. Eine Steuererklärung kann sich jedoch lohnen, weil nur so der zusätzliche Sonderausgabenabzug geprüft werden kann.

Was passiert, wenn ich vor Rentenbeginn sterbe?

+

Vor Rentenbeginn kann das Guthaben inkl. Zulagen auf den Ehe-/Lebenspartner übertragen werden. Andere Erben erhalten das Guthaben abzüglich der Zulagen. Nach Rentenbeginn läuft die Auszahlung im Rahmen der Rentengarantiezeit weiter.

Ab wann kann ich frühestens auszahlen lassen?

+

Der Rentenbeginn ist grundsätzlich zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr möglich, in bestimmten Fällen (z. B. bei bestimmten Berufsgruppen) auch früher.

Gibt es eine Mindestlaufzeit?

+

Der Vertrag soll mindestens bis zum 65. Lebensjahr laufen. Frühere Kündigungen sind möglich, führen aber zum Verlust der Förderung.

Was ist der Unterschied zwischen Zulage und Steuerersparnis?

+

Zulagen sind direkte Gutschriften auf Ihr Depot (Grund-, Kinder- und Berufseinsteigerzulage). Die Steuerersparnis entsteht zusätzlich, wenn der Sonderausgabenabzug einen höheren Vorteil ergibt als die Zulagen (Günstigerprüfung).

Wo finde ich den aktuellen Gesetzestext?

+

Das Altersvorsorgereformgesetz (AVRG) wurde am 27.03.2026 im Bundestag beschlossen. Aktuelle Informationen finden Sie beim Bundesfinanzministerium sowie beim Bundesgesetzblatt.

Wer profitiert am meisten von der Reform?

+

Junge Sparer (langer Anlagehorizont + Berufseinsteigerbonus), Familien mit mehreren Kindern (Kinderzulage), Selbstständige (erstmals förderberechtigt) und Gutverdiener (hoher Sonderausgabenabzug).

Ist das Altersvorsorgedepot sinnvoll?

+

Für die meisten langfristig orientierten Sparer ja — vor allem, wenn Zulagen und Steuervorteile ausgeschöpft werden. Wer maximale Flexibilität braucht, sollte den ETF-Sparplan bevorzugen. Ideal ist oft eine Kombination aus beidem.

Unsere Einschätzung

So bewerten wir die Reform: Das Altersvorsorgedepot ist die überfällige Modernisierung der staatlich geförderten Altersvorsorge. Der Wegfall der Beitragsgarantie öffnet erstmals konsequent den Zugang zu den langfristigen Renditechancen der Kapitalmärkte — bei erhaltener staatlicher Förderung.

Für die meisten langfristig orientierten Sparer wird das Depot spürbar attraktiver sein als Riester. Für Familien mit Kindern und erstmals auch für Selbstständige entstehen echte Vorteile. Gleichzeitig gilt: keine Förderung ist umsonst — das Kapital bleibt bis zum Rentenbeginn gebunden, und Kapitalmarktrisiken müssen aktiv gemanagt werden.

Unsere klare Empfehlung: nicht auf 2027 warten, sondern jetzt die eigene Vorsorgestrategie strukturieren. Bestehende Riester-Verträge nicht vorschnell kündigen, aber die neuen Möglichkeiten früh in die Planung einbeziehen.

Stand: Juli 2026 — wird laufend an den Gesetzgebungsprozess angepasst.

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